13.6.2026· sinskimos@gmail.com

Glüht Spanien schon bei 46 Grad – und rollt die Rekordhitze jetzt von Südwesten auf Deutschland zu?

Während über Norddeutschland heute noch Gewitter mit Sturmböen durchziehen und nur der Südwesten an die 28 Grad herankommt, hat Südwesteuropa bereits einen historischen Rekord aufgestellt: In El Granado kletterte das Thermometer auf 46,0 Grad – der heißeste Junitag, den Spanien je gemessen hat. Gena

Key Points

  • Deutschland heute: Ein Tief über der Ostsee lenkt mäßig warme Atlantikluft heran – nur 15 bis 20 Grad im Norden, 20 bis 25 Grad im Süden, im Südwesten örtlich bis 28 Grad.
  • Unruhiger Norden: An den Küsten und im Norddeutschen Tiefland ziehen Schauer und einzelne Gewitter mit Böen der Stärke 7 bis 9 und kleinkörnigem Hagel durch.
  • Wende in Sicht: Die erste Hitzephase des Jahres läuft aus, danach schiebt sich von Südwesten her schon die nächste Wärme heran.
  • Spanischer Rekord: In El Granado wurden 46,0 Grad gemessen – der höchste Juniwert der spanischen Geschichte, der die alte Bestmarke von 45,2 Grad aus dem Jahr 1965 übertrifft.
  • Portugal zieht nach: In Mora kletterte das Thermometer auf 46,6 Grad, mindestens elf Menschen starben, und Saharastaub trübte den Himmel bis nach Deutschland.
  • Globale Gegensätze: In Kanada sind 44 Brände außer Kontrolle, in Kerala gilt zugleich die höchste Unwetter-Warnstufe wegen Extremregen.

Deutschland: Gewitter im Norden, Sommerluft im Südwesten

Der Samstag teilt das Land. Ein Tief, das von Südskandinavien zur Ostsee zieht, schaufelt mäßig warme Atlantikluft über weite Teile Deutschlands – und das sorgt für ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Nördlich einer gedachten Linie zwischen Köln und Berlin bleibt es mit 15 bis 20 Grad verhalten, nach Süden hin sind 20 bis 25 Grad drin, und allein der Südwesten genießt unter leichtem Hochdruckeinfluss bereits bis zu 28 Grad.

Doch ruhig ist das Wetter längst nicht überall. Über den Küsten und im Norddeutschen Tiefland mischen sich in die Schauer einzelne Gewitter, die der Deutsche Wetterdienst mit steifen bis stürmischen Böen der Stärke 7 bis 9 und kleinkörnigem Hagel auf der Rechnung hat. Der Himmel zeigt sich vielerorts wechselnd bewölkt, vor allem über Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und dem Osten. Spannend wird der Blick nach vorn: Die erste Hitzephase des Jahres verabschiedet sich gerade, doch hinter der unbeständigen Zwischenphase wartet von Südwesten her bereits der nächste Wärmeschub.

Welt: Wo der Hochsommer schon brutal zuschlägt

Woher dieser Schub stammt, zeigt ein Blick über die Pyrenäen. Südwesteuropa erlebt eine Hitzewelle, die Maßstäbe sprengt: Im andalusischen El Granado kletterte das Thermometer auf 46,0 Grad – noch nie hat Spanien in einem Juni einen höheren Wert verzeichnet, der bisherige Rekord von 45,2 Grad stammte aus dem Jahr 1965. Auch Portugal stellte mit 46,6 Grad in Mora eine neue Junimarke auf. Mindestens elf Menschen kamen ums Leben, dazu trieb Saharastaub aus Nordwestafrika quer über den Kontinent und verschlechterte die Luft bis nach Deutschland, Belgien und Skandinavien. Genau diese glühende Luftmasse ist es, die nun langsam auch Mitteleuropa ins Visier nimmt.

Während der Süden Europas verdorrt, kämpfen andere Weltregionen mit dem Gegenteil. In Kanada lodern nach jüngsten Zahlen 95 aktive Waldbrände, 44 davon außer Kontrolle; bereits über 166.000 Hektar sind verbrannt, und im saskatchewanischen Shellbrook mussten mehr als 123 Menschen vor den Flammen fliehen. Auf der anderen Seite des Globus versinkt Indien im Wasser: Der Monsun hat West-Bengalen und Bihar erreicht, und für Kerala gilt die höchste Unwetter-Warnstufe wegen extrem heftiger Regenfälle mit Hochwasser- und Erdrutschgefahr. Hitze, Feuer und Flut zur selben Stunde – wie sich diese Extreme samt der Echtzeit-Blitzaktivität über den Planeten verteilen, lässt sich auf der ZAPOLLO-Weltkarte live verfolgen.

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