
El Niño ist offiziell zurück – steuert die Welt 2026 auf den heißesten Sommer aller Zeiten zu, während Deutschland heute erst einmal durchatmet?
Die WMO macht es amtlich: El Niño kehrt zurück, mit 80 Prozent Wahrscheinlichkeit für Juni bis August und der Aussicht auf einen kräftigen Verlauf. Fast weltweit drohen überdurchschnittliche Temperaturen, in Südasien klettert das Thermometer auf über 48 Grad. Deutschland erlebt heute dagegen einen u
Key Points
- WMO macht es amtlich: El Niño ist zurück – mit 80 Prozent Wahrscheinlichkeit für Juni bis August, möglicherweise als kräftiges Ereignis.
- Globaler Hitzeschub: Fast überall werden überdurchschnittliche Temperaturen erwartet, auch in Europa und Nordafrika.
- Südasien glüht: In Indien und Pakistan über 46 Grad, in Rajasthan sogar über 48 Grad – mindestens 37 Tote in Indien, 10 in Pakistan.
- Deutschland heute: Ein Zwischenhoch bringt mehr Sonne, 15 bis 20 Grad und nur vereinzelte Schauer bei böigem Westwind.
- Hitze-Comeback: Ab dem Wochenende steigen die Werte, eine Wärmebrücke soll sich bis etwa zum 17. Juni halten.
Deutschland: Ein Tag zum Durchatmen
Mitten in einem launischen Frühsommer gönnt der Donnerstag dem Land eine kurze Pause. Eine Front verabschiedet sich nach Osten, von Westen rückt die nächste schon nach – dazwischen schiebt sich ein Zwischenhoch, das die Wolkendecke immer wieder aufreißt und der Sonne Platz macht. Größtenteils bleibt es trocken, nur hier und da fällt ein leichter Schauer. Der Wind kommt mäßig und phasenweise böig aus westlichen Richtungen, die Höchstwerte bewegen sich zwischen 15 und 20 Grad – für Mitte Juni weiterhin verhalten.
Doch die Ruhe ist befristet. Die Modelle zeichnen ab dem Wochenende einen klaren Aufwärtstrend: Verbindet sich das Azorenhoch wie erwartet mit einem Hoch über Osteuropa zu einer regelrechten Wärmebrücke, könnte die Hochdruckblase bis etwa zum 17. Juni für deutlich sommerlichere Temperaturen sorgen.
Welt: El Niño legt den Schalter um
Während Deutschland kurz aufatmet, stellt die Weltwetterlage gerade die Weichen für einen womöglich rekordverdächtigen Sommer. Die Weltwetterorganisation WMO hat El Niño bestätigt: Mit rund 80 Prozent Wahrscheinlichkeit prägt das Phänomen die Monate Juni bis August, viele Modelle rechnen mit einem mindestens moderaten, möglicherweise sogar starken Verlauf. Die Folge laut WMO: nahezu überall überdurchschnittliche Temperaturen – besonders deutlich über Europa, Nordafrika sowie Mittel- und Nordamerika.
Wie unbarmherzig diese Energie sich entladen kann, zeigt Südasien schon jetzt. In weiten Teilen Indiens und Pakistans klettert das Thermometer über 46 Grad, in Rajasthan wurden über 48 Grad gemessen – einer der höchsten je registrierten Werte. Mindestens 37 Menschen sind in Indien gestorben, 10 in Pakistan; der Stromverbrauch erreicht Rekordniveaus, und Dürre erfasst über eine Million Quadratkilometer. Immerhin: Der Südwestmonsun hat Anfang Juni Kerala erreicht und arbeitet sich nordwärts vor.
Auch Europa bekommt eine Vorwarnung: Nach der kühleren, feuchteren Phase soll das Hitzerisiko im Juni zurückkehren – mit Schwerpunkt über Mitteleuropa und der Iberischen Halbinsel. Die globalen Kontraste – hier ein milder Schauer-Tag, dort tödliche Gluthitze – lassen sich auf der ZAPOLLO-Weltkarte mitsamt der weltweiten Blitzaktivität in Echtzeit mitverfolgen.