
Bricht heute über Deutschlands Süden der erste 32-Grad-Hitzeschub los – während Kamtschatkas Schiwelutsch eine 10-Kilometer-Aschewolke in den Himmel jagt?
Heute zerschneidet ein heißer Schnitt das Land: Im Süden klettert das Thermometer auf bis zu 32 Grad und läutet die vom DWD ausgerufene Hitzewelle ein, der Norden bleibt mit 17 bis 23 Grad noch kühl. Anderswo tobt die Natur ungebremst – Rongjiang in China steht binnen vier Tagen zweimal unter Wasser
Key Points
- Deutschland zweigeteilt: Nördlich der Linie Köln–Berlin bleibt es bei kühlen 17 bis 23 Grad, südlich davon klettert das Thermometer heute schon auf bis zu 32 Grad.
- Hitze von Südwesten: Aus Frankreich schiebt sich heiße Luft heran – der DWD spricht bereits von einer landesweit *beginnenden Hitzewelle*, Schwerpunkt Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen.
- Gewitterrisiko: Im Westen und Nordwesten können am späten Nachmittag und Abend Schauer und kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel hochgehen; die ganz schweren Hitzegewitter drohen ab Freitag.
- China-Flut: Im südchinesischen Rongjiang (Guizhou) stand das Wasser binnen vier Tagen zweimal in der Stadt – nach 72 Stunden Regen mit der doppelten Juni-Menge; mindestens sechs Tote, Zehntausende auf der Flucht.
- Vulkan-Alarm: Der Schiwelutsch auf Kamtschatka spuckte eine rund 10 Kilometer hohe Aschewolke aus – rote Warnstufe für den Flugverkehr.
- Europa glüht: In Spanien und Teilen Frankreichs sind zum Wochenende bis zu 40, im Süden Spaniens örtlich 42 Grad möglich, begleitet von Saharastaub.
Deutschland: Der Süden zündet, der Norden zögert
Heute reißt ein scharfer Schnitt durchs Land. Während über Norddeutschland – grob nördlich einer Linie von Köln nach Berlin – noch kühle 17 bis 23 Grad und viele Wolken regieren, schaltet der Süden bereits auf Hochsommer: Bis zu 32 Grad sind möglich, der erste richtige Hitzeschub des Jahres ist da. Verantwortlich ist eine südwestliche Strömung, die heiße Luft aus Frankreich nach Mitteleuropa lenkt. Der Deutsche Wetterdienst nennt es bei seinem Namen und spricht von einer *landesweit beginnenden Hitzewelle* mit Schwerpunkt im Südwesten – Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen rücken in die erste Reihe.
Ganz ohne Risiko bleibt der Tag nicht. Im Westen und Nordwesten kann sich am späten Nachmittag und Abend die schwüle Luft in Schauern und kräftigen Gewittern entladen, lokal mit Starkregen und Hagel. Der eigentliche Höhepunkt steht aber erst bevor: Ab Freitag erwartet der DWD intensive Hitzegewitter, und in den Tagen darauf könnten verbreitet 35 Grad fallen – im Südwesten sind bis zu 38 Grad im Gespräch. Wer heute im kühlen Norden friert, sollte sich also nicht täuschen lassen: Die Glut rollt heran, sie braucht nur noch ein paar Tage.
Welt: Doppelflut in China, Feuerberg auf Kamtschatka
Während Deutschland in den Sommer kippt, kämpfen andere Weltregionen mit purer Naturgewalt. Im südchinesischen Rongjiang in der Provinz Guizhou wiederholte sich der Albtraum binnen weniger Tage: Zweimal in nur vier Tagen drückten die Fluten in die Stadt, nachdem in 72 Stunden die doppelte Regenmenge eines durchschnittlichen Juni vom Himmel gefallen war. Mindestens sechs Menschen starben, Zehntausende mussten ihre Häuser verlassen. Es ist ein weiteres Kapitel eines Frühsommers, in dem Südchina kaum zur Ruhe kommt.
Ganz im Nordosten Asiens zeigt sich die Erde von ihrer feurigen Seite. Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka schoss der Vulkan Schiwelutsch eine rund zehn Kilometer hohe Aschewolke in die Atmosphäre – hoch genug, um die rote Warnstufe für den Luftverkehr auszulösen. Und Europas Südwesten heizt sich weiter auf: In Spanien und Teilen Frankreichs werden zum Wochenende bis zu 40 Grad erwartet, im Süden Spaniens örtlich sogar 42, getrübt von einer Schicht Saharastaub. Genau aus dieser Ecke speist sich auch die Wärme, die jetzt Deutschland erreicht – die Hitze macht an keiner Grenze halt. Wo sich derweil die nächsten Gewitterzellen und Blitze rund um den Globus entladen, lässt sich auf der ZAPOLLO-Weltkarte in Echtzeit mitverfolgen.